A 24–25 / B 38–40, Transcendental Aesthetic §2, points 2 and 3 (AA 3:52.30–53.16)korpora.org, AA III 52–53
Der Raum ist eine nothwendige Vorstellung a priori, die allen äußeren Anschauungen zum Grunde liegt. Man kann sich niemals eine Vorstellung davon machen, daß kein Raum sei, ob man sich gleich ganz wohl denken kann, daß keine Gegenstände darin angetroffen werden. Er wird also als die Bedingung der Möglichkeit der Erscheinungen und nicht als eine von ihnen abhängende Bestimmung angesehen und ist eine Vorstellung a priori, die nothwendiger Weise äußeren Erscheinungen zum Grunde liegt. Der Raum ist kein discursiver oder, wie man sagt, allgemeiner Begriff von Verhältnissen der Dinge überhaupt, sondern eine reine Anschauung. Denn erstlich kann man sich nur einen einigen Raum vorstellen, und wenn man von vielen Räumen redet, so versteht man darunter nur Theile eines und desselben alleinigen Raumes. Diese Theile können auch nicht vor dem einigen allbefassenden Raume gleichsam als dessen Bestandtheile (daraus seine Zusammensetzung möglich sei) vorhergehen, sondern nur in ihm gedacht werden. Er ist wesentlich einig, das Mannigfaltige in ihm, mithin auch der allgemeine Begriff von Räumen überhaupt beruht lediglich auf Einschränkungen. Hieraus folgt, daß in Ansehung seiner eine Anschauung a priori (die nicht empirisch ist) allen Begriffen von demselben zum Grunde liegt.
Space is a necessary a priori representation that underlies all outer intuitions. One can never form a representation of there being no space, although one can quite well think that no objects are encountered in it. It is therefore regarded as the condition of the possibility of appearances, and not as a determination dependent on them, and is an a priori representation that necessarily underlies outer appearances. Space is not a discursive or, as one says, general concept of relations of things in general, but a pure intuition. For, first, one can represent only a single space, and when one speaks of many spaces one understands by that only parts of one and the same unique space. These parts cannot precede the single all-encompassing space as its constituents, as it were (out of which its composition would be possible), but can only be thought in it. It is essentially single; the manifold in it, and hence also the general concept of spaces in general, rests solely on limitations. From this it follows that, with respect to space, an a priori intuition (which is not empirical) underlies all concepts of it. — the project