§13, Anmerkung II (AA 4:289.03–14)korpora.org, AA IV 289
Ich dagegen sage: es sind uns Dinge als außer uns befindliche Gegenstände unserer Sinne gegeben, allein von dem, was sie an sich selbst sein mögen, wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen, d. i. die Vorstellungen, die sie in uns wirken, indem sie unsere Sinne afficiren. Demnach gestehe ich allerdings, daß es außer uns Körper gebe, d. i. Dinge, die, obzwar nach dem, was sie an sich selbst sein mögen, uns gänzlich unbekannt, wir durch die Vorstellungen kennen, welche ihr Einfluß auf unsre Sinnlichkeit uns verschafft, und denen wir die Benennung eines Körpers geben; welches Wort also blos die Erscheinung jenes uns unbekannten, aber nichts desto weniger wirklichen Gegenstandes bedeutet. Kann man dieses wohl Idealismus nennen? Es ist ja gerade das Gegentheil davon.
I, on the contrary, say: things are given to us as objects of our senses situated outside us, but of what they may be in themselves we know nothing; we know only their appearances, that is, the representations they produce in us by affecting our senses. Accordingly I do indeed grant that there are bodies outside us, that is, things which, though wholly unknown to us as to what they may be in themselves, we know through the representations their influence on our sensibility procures for us, and to which we give the name of a body; which word therefore signifies merely the appearance of that object which is unknown to us but no less real for that. Can this be called idealism? It is the very opposite of it. — the project