Zweites Buch, § 22 (ZA I 155)zeno.org, Zürcher Ausgabe vol. 1, Zweites Buch
Dies würde der Fall seyn, wenn jenes Ding an sich etwas wäre, auf dessen Existenz wir bloß schlössen und es so allein mittelbar und bloß in abstracto erkennten: dann könnte man es allerdings nennen wie man wollte: der Name stände als bloßes Zeichen einer unbekannten Größe da. Nun aber bezeichnet das Wort Wille, welches uns, wie ein Zauberwort, das Innerste Wesen jedes Dinges in der Natur aufschließen soll, keineswegs eine unbekannte Größe, ein durch Schlüsse erreichtes Etwas; sondern ein durchaus unmittelbar Erkanntes und so sehr Bekanntes, daß wir, was Wille sei, viel besser wissen und verstehn, als sonst irgend etwas, was immer es auch sei.
This would be the case if that thing in itself were something whose existence we merely inferred and so cognized only mediately and merely in abstracto: then one could indeed name it as one liked: the name would stand there as the mere sign of an unknown quantity. Now however the word will, which is to unlock for us, like a magic word, the innermost essence of every thing in nature, designates by no means an unknown quantity, a something reached by inferences; but something thoroughly immediately cognized and so well known that we know and understand what will is far better than anything else whatever it may be. — the project